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Gelbsenf (Sinapis alba), auch Weißer Senf genannt, ist eine einjährige Kulturpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Ursprünglich im Mittelmeerraum und Westasien heimisch, wird er heute weltweit als Zwischenfrucht und Gründüngungspflanze angebaut.
Die Pflanze wächst aufrecht und buschig, erreicht eine beeindruckende Wuchshöhe von bis zu 80–120 cm und bildet leuchtend gelbe Blüten, die Nützlinge wie Bienen und Hoverflies anlocken. Die tief ins Erdreich reichenden Wurzeln lockern den Boden auf natürliche Weise auf und verbessern dessen Struktur nachhaltig.
Als Gründüngungspflanze ist Gelbsenf eine echte Geheimwaffe im Garten: Er wächst extrem schnell, bedeckt den Boden dicht, verhindert das Aufkommen von Unkraut und schützt die Erde vor Erosion und Austrocknung. Wird er vor der Blüte eingearbeitet, gibt er wertvolle organische Substanz und Stickstoff an den Boden ab – ideale Vorbereitung für die Folgekultur.
Wichtig zu wissen: Gelbsenf gehört zur selben Pflanzenfamilie wie Kohl, Rucola oder Radieschen. Beim Anbau in der Fruchtfolge sollte deshalb ein Abstand von mindestens 3–4 Jahren zu anderen Kreuzblütlern eingehalten werden, um Krankheiten wie Kohlhernie zu vermeiden.
