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Bärlauch (Allium ursinum), auch als Waldknoblauch bekannt, ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze aus der Gattung Lauch (Allium) und gehört damit zur Familie der Amaryllisgewächse. Als echter Geophyt treibt er jedes Jahr aufs Neue aus seinen unterirdischen Zwiebeln aus und bildet dabei flächige, sattgrüne Blattrosetten mit einer Wuchshöhe von 10 bis 20 cm. Die elliptisch-lanzettlichen Blätter sind glatt, weich und verströmen beim Zerreiben einen unverkennbaren Knoblauchduft.
Seine Heimat sind die schattigen Laub- und Mischwälder Europas und Westasiens, wo er feuchte, humusreiche Böden bevorzugt und in günstigen Lagen ganze Waldböden als dichte, grüne Teppiche bedeckt. Genau diese Vorliebe für Halbschatten bis Schatten macht ihn zu einer idealen Pflanze für schattige Gartenbereiche unter Bäumen oder Sträuchern, die sonst kaum bepflanzbar sind.
Besonders reizvoll: Bärlauch ist eines der ersten Wildgemüse im Jahr. Bereits ab März lassen sich die zarten Blätter ernten – noch bevor die weißen, sternförmigen Blüten im Mai und Juni erscheinen. Nach der Blüte zieht die Pflanze ein und ruht bis zum nächsten Frühjahr. Einmal etabliert, vermehrt er sich durch Selbstaussaat und Zwiebelbildung und breitet sich im Laufe der Jahre zuverlässig aus.
In der Küche ist Bärlauch äußerst vielseitig: Die Blätter eignen sich frisch für Salate, Suppen und Quark, lassen sich zu aromatischem Pesto verarbeiten oder als Würzkraut verwenden. Auch als Heilpflanze hat Bärlauch eine lange Tradition – ihm werden unter anderem positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nachgesagt. Obendrein locken die Blüten Nützlinge wie Bienen und andere Bestäuber in den Garten.
