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Friggitello – das sind die kleinen, länglichen Paprikaschoten, die in Italien seit Jahrhunderten auf den Tisch kommen. Die Sorte gehört zur Art Capsicum annuum und stammt ursprünglich aus Süditalien, wo sie als „Peperoni fritti" ein fester Bestandteil der mediterranen Küche ist. Der Name leitet sich vom italienischen Verb „friggere" (braten/frittieren) ab – ein klarer Hinweis darauf, wie diese Paprika am liebsten genossen wird.
Die Pflanze wächst aufrecht und buschig, erreicht eine Wuchshöhe von etwa 60–80 cm und trägt im Laufe der Saison eine Vielzahl kleiner, länglicher Früchte. Mit einer Fruchtlänge von 6–7 cm und einem Gewicht von nur 10–20 g sind die Schoten handlich und dünnwandig – ideal zum Braten im Ganzen. Unreif leuchten sie hellgrün, bei voller Reife nehmen sie eine kräftig rote Farbe an. Der Geschmack ist mild-süßlich und würzig, völlig ohne Schärfe – deshalb sind Friggitellos auch für Schärfe-Muffel ein Genuss.
In der Küche ist die Vielseitigkeit von Friggitello kaum zu übertreffen: einfach in Olivenöl gebraten und mit Meersalz serviert, gefüllt mit Ricotta oder Frischkäse, als Teil einer Antipasti-Platte oder auf dem Grill – die kleinen Schoten machen überall eine gute Figur. Dank des hohen Ertrags lohnt sich der Anbau im Garten oder auf der Terrasse im Kübel besonders.
Für die Vorkultur werden die Samen ab Februar bis März bei warmen 25–28 °C ausgesät. Ab Mai, wenn keine Fröste mehr drohen, kommen die Jungpflanzen mit einem Abstand von 50 × 50 cm ins Freiland oder ins Gewächshaus. Ein sonniger, geschützter Standort bringt den besten Ertrag.
