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Die Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius) ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt ursprünglich aus Japan, Korea und China. Was sie im Garten auf den ersten Blick unverwechselbar macht: Ihre langen, bogenförmig überhängenden Ruten sind dicht mit leuchtend roten, drüsigen Borsten besetzt – ein echter Blickfang, der auch im Winter dekorativ wirkt.
Ausgewachsen erreicht die Japanische Weinbeere eine Höhe und Breite von etwa 150–200 cm. Wie bei Himbeeren und Brombeeren treiben im ersten Jahr rein vegetative Ruten aus (Schösslinge), die im zweiten Jahr fruchten und anschließend absterben. Ein regelmäßiger Rückschnitt der abgetragenen Triebe hält den Strauch vital und ertragreich. Für eine ordentliche Kultur empfiehlt sich eine Rankunterstützung oder das Anbinden an einem Spalier.
Die Blütezeit liegt im Juni und Juli – die kleinen, rosa-weißen Blüten sind eine wertvolle Bienenweide. Ab Juli bis August reifen die leuchtend roten, glänzenden Früchte heran, die in charakteristischen, kelchartigen Hüllblättern stecken. Im Geschmack sind sie mild-süß mit einer feinen, erfrischenden Säurenote – irgendwo zwischen Himbeere und Brombeere. Sie eignen sich wunderbar für den Frischverzehr, aber auch für Marmeladen, Gelees, Säfte, Desserts und das Einfrieren.
Die Japanische Weinbeere ist selbstfruchtbar und stellt kaum besondere Ansprüche: Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit humosem, durchlässigem Boden genügt. Sie ist winterhart und in mitteleuropäischen Gärten problemlos im Freiland kultivierbar. Dank ihrer dekorativen Erscheinung und des leckeren Ertrags ist sie eine bereichernde Bereicherung für jeden Nutz- und Ziergarten.
