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Die Lotuspflaume (Diospyros lotus) stammt ursprünglich aus Westasien und China und gehört zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). Sie ist eng verwandt mit der bekannteren Kakipflaume und teilt mit ihr viele dekorative wie kulinarische Qualitäten – bleibt dabei aber deutlich robuster und winterhärter.
Als Baum entwickelt die Lotuspflaume eine aufrecht-ovale bis breit ausladende Krone und erreicht ausgewachsen Wuchshöhen von bis zu 10 Metern bei einer Breite von 4–6 Metern. Damit eignet sie sich besonders gut als stattliche Solitärpflanze in größeren Gärten oder Parks. Die Rinde ist grau-braun und entwickelt mit zunehmendem Alter eine attraktive, tief gefurchte Struktur.
Die glänzend dunkelgrünen, lanzettlichen Blätter sorgen für eine elegante Optik – im Herbst färben sie sich leuchtend gelb-orange, bevor sie abfallen. Die unauffälligen Blüten erscheinen von Mai bis Juni und werden von Insekten bestäubt. Die kleinen, pflaumenartigen Früchte reifen von Oktober bis November und schmecken mild-süß mit einer Dattelnote – sie können frisch verzehrt oder weiterverarbeitet werden.
Da die Lotuspflaume nur bedingt selbstbefruchtend ist, empfiehlt sich die Pflanzung eines weiteren Exemplars oder einer Kakipflaume (Diospyros kaki) in der Nähe, um den Fruchtansatz zu verbessern. Mit einer Winterhärte bis ca. –20 °C (Klimazone 6) ist sie für weite Teile Deutschlands bestens geeignet.
