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Der Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonoides) stammt ursprünglich aus dem Pazifikraum – vor allem aus Neuseeland, Australien und Japan – und wurde bereits im 18. Jahrhundert von James Cooks Expeditionen nach Europa gebracht. Heute ist er ein beliebtes Gemüse für sommerliche Gärten, das dort glänzt, wo echter Spinat in der Hitze versagt.
Die Pflanze wächst kriechend bis locker ausgebreitet und bildet dichte, verzweigte Triebe, die flächig über den Boden kriechen und bis zu 60–80 cm Breite erreichen können. Damit eignet sie sich hervorragend als essbarer Bodendecker im Gemüsebeet. Die fleischigen, dreieckigen Blätter schimmern leicht silbrig und sind selbst bei großer Hitze und Trockenheit vital – ein echter Vorteil gegenüber klassischem Spinat.
In der Küche werden die jungen Triebspitzen und Blätter wie herkömmlicher Spinat verwendet: gedünstet, in Pfannen- oder Reisgerichten, als Beilagengemüse oder roh in kleinen Mengen im Salat. Da die Pflanze bei regelmäßigem Rückschnitt laufend neu austreibt, liefert sie von Sommer bis zum ersten Frost eine kontinuierliche Ernte über Monate hinweg.
Ein Hinweis zur Anzucht: Das Saatgut keimt langsam und unregelmäßig. Ein Vorquellen der Samen in lauwarmem Wasser für 12–24 Stunden vor der Aussaat beschleunigt die Keimung deutlich. Ab April kann direkt ins Freiland gesät werden.
