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Das Filderkraut ist eine traditionsreiche Weißkohlsorte aus der schwäbischen Region rund um die Filder-Hochebene südlich von Stuttgart – ein echtes Kulturgut aus Baden-Württemberg, das seit Jahrhunderten dort angebaut wird. Was diese Sorte von gewöhnlichem Rundkohl unterscheidet, ist der charakteristisch spitz zulaufende, längliche Kopf, der ihr auch den Namen „Schwäbischer Spitzkohl" eingebracht hat.
Die Köpfe werden groß und fest, mit einem zarten, hellgrünen bis weißlichen Blattwerk und einer angenehm süßlicheren Note im Vergleich zu anderen Weißkohlsorten. Durch den höheren Zuckergehalt eignet sich Filderkraut besonders gut zum Einlegen als Sauerkraut – traditionell wird daraus das berühmte „Fildersauerkraut" hergestellt. Aber auch frisch in Salaten, als Rohkost, in Eintöpfen oder als Gemüsebeilage überzeugt er mit seinem milden Geschmack.
Die Pflanze wächst kompakt mit einer Wuchshöhe von 30 bis 40 cm und bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Als einjährige Kultur wird das Saatgut im Voranzug von März bis Mai ausgesät und zur Herbsternte ab September geerntet. Dank seiner guten Lagerfähigkeit lässt sich das Filderkraut auch über den Winter hinaus im kühlen Keller aufbewahren.
Als samenfeste, nicht-hybridisierte Sorte (kein F1-Hybrid) kannst du das Saatgut nach der Ernte problemlos selbst gewinnen und so diese geschmackvolle Traditionssorte Jahr für Jahr weiterkultivieren.
